GLEICH teilhaben (2023-25)

Projekte sind endlich. Mit zwei Arbeitskonferenzen am 12. November 2025 in Mönchengladbach und am 11. Dezember 2025 in Dresden – fand das Projekt GLEICH teilhaben nach drei Jahren seinen Abschluss.

Im Zentrum des Projekts: die Unterstützung sozial besonders verletzlicher Gruppen von Geflüchteten (Stichwort: Vulnerabilität), durch erfahrene, kompetente und gut verankerte migrantische Organisationen und durch Arbeitsteilung & Kooperation „vor Ort“.  Bundesweit zunächst an 17, ab 2024 an 11 Standorten und aufbauend auf Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten aus dem Langzeitprojekt samo.fa. Ein wichtiger Baustein war die Betreuung ehrenamtlich Aktiver – neben den in allen Orten durchgeführten Lokalen Dialogkonferenzen mit Beteiligten der städtischen Kommunen und Kooperationspartnern, sowie mit Aktiven aus Migrant*innen-Organisationen neben gezielten Aktivitäten um die vulnerablen Gruppen zu adressieren.

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Die Broschüre Teilhabe trotz Vulnerabilität gibt einen lebendigen Einblick in die lokale Arbeit, ihre praktischen Ansätze, ihre Erfolge, aber auch ihre Schwierigkeiten. Zu diesen zählt, die Aufmerksamkeit für sozial besonders verletzliche Gruppen von Menschen mit Migrationsgeschichte projektunabhängig dauerhaft zu sichern. Mit Best Practice Beispielen und Porträts ehrenamtlich Aktiver wird ein breit gefächertes Einsatzfeld gezeigt.

Broschüre Lesen

Die Aufmerksamkeit für sozial besonders verletzliche Gruppen von Menschen mit Migrationsgeschichte projektunabhängig dauerhaft zu sichern: Darum ging es im dritten Jahr in einer Reihe von vier Regionalkonferenzen, zu denen als eine Art Analyse-Werkzeug „Erklärende Fallbeschreibungen“ erstellt wurden. Es wurde (noch) deutlicher, dass die Abkehr sozialer Risikolagen und/oder die Unterstützung bei Ausgängen aus ihnen kooperativer Anstrengungen „vor Ort“ bedarf, zugleich aber auch, dass sich bereits entsprechende Netzwerke gebildet hatten, die nun Stabilität genötigten.

Damit war und ist auch das Interesse der Kommunen aufgerufen, weil ihnen stets unzureichend gelingende Integration als soziale, kulturelle und politische Folgelasten „vor die Füße fallen“. Indem diese Blickrichtung aufgerufen wird, geht es um die Qualität der lokal-kommunalen Integrationsinfrastruktur und damit auch um eine systematische Zusammenarbeit zwischen im Feld der sozialen Integration „vor Ort“ engagierten migrantischen Organisationen – vor allem auch: Verbünden – und  den Kommunen.

Darum ging es – mit starker Beteiligung kommunaler und lokaler Akteure – in den abschließenden beiden Arbeitskonferenzen und führte zu über das Projekt hinausgehenden Perspektiven, die im Working Paper „Über den Platz von Migrant:innen-Organisationen in der lokal-kommunalen Integrationsinfrastruktur“ diskutiert werden.

Working Paper lesen

Das Buch „Nahe bei den Menschen“ dokumentiert und reflektiert außerdem die sechs Jahre lange Arbeit des Vorgängerprojekts „Stärkung von Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit“ (kurz: samo.fa), das bundesweit an 30 Standorten vom BV NeMO und lokalen migrantischen Partnerorganisationen umgesetzt wurde. Das Buch spannt in 10 Kapiteln sowohl chronologisch als auch thematisch einen Bogen vom »Sommer des Willkommens« 2015 bis heute. Die wichtigste Erkenntnis: Demokratische Migrant*innen-Organisationen sind als aktive Mitgestalter nicht mehr wegzudenken.

Mehr zum Buch

Lokale Unterstützung vulnerabler Geflüchteter (Image-Film auf Youtube)